Wasser als Bebauungsfläche – Sind Floating Homes vielleicht die Zukunft des Wohnens?

Wasser als Bebauungsfläche – Sind Floating Homes vielleicht die Zukunft des Wohnens?

Die Holländer haben nicht viel Platz, denn hier kommen auf einen Quadratkilometer bereits 400 Einwohner. Und die müssen sich auch noch den Platz teilen, der nicht unter Wasser steht, denn davon gibt es in Holland ebenfalls mehr als genug. Aber die Niederländer sind ja nicht auf den Kopf gefallen und entzücken die Welt mit zukunftsorientieren Querdenker-Wohnprojekten. Ganz besonders im Trend: Floating Homes. Das gute alte Hausboot kennen wir ja nun schon, aber die Floating Homes sollen noch einen draufsetzen und ganze Siedlungen entstehen lassen.

 

Hochwasser war die zündende Idee für das Hausboot 2.0

Eine Mustersiedlung für schwimmende Häuser gibt es schon, und zwar bei Maasbommel. Hier überraschte 1995 das Hochwasser die Menschen und diese mussten ihre überschwemmten Häuser zurücklassen. Man überlegte zunächst, die Deiche erhöhen zu lassen, doch die moderne Architektur versprach die bessere Lösung – warum sich vom Wasser beeindrucken lassen? In den Häusern von Maasbommel besteht der Schwimmkörper aus einer Betonwanne, die innen hohl ist. Mithilfe von Leichtbauweise ist es möglich, darauf ein zweigeschossiges Haus zu bauen. Wenn das Hochwasser kommt, schwimmen die Häuser, wenn nicht, ruhen sie auf dem Fundament. Im Gegensatz dazu arbeiten andere Floating-Home-Projekte mit Styropor. Auch wenn in Deutschland das Hochwasserproblem nicht so drastisch ist wie das in Holland, sind die Floating Homes dennoch vielversprechend – denn auch wir haben einen Platzmangel hinsichtlich der Bebauungsfläche für neuen Wohnraum.

 

Anschaffungskosten und Umsetzung

Ein schwimmender Supermarkt oder ein auf dem Wasser gebauter Kindergarten sind bald also ganz normal? Vielleicht. Denn genau wie die Häuser auf Land, sind auch die schwimmenden Häuser nicht ganz günstig – der Preis ist wie an Land abhängig von Größe und Lage des geplanten Objekts. In IJburg, am östlichen Rand von Amsterdam, schwimmt bereits eine 10.000 Quadratmeter große Siedlung – und es gibt dort nicht nur Eigenheime, sondern auch Objekte zur Miete. Und wenn es doch das Eigenheim wird, gibt es sogar ein Immobilienkredit, obwohl viele der Häuser tatsächlich noch immer mobil sind. Die Niederlande planen derzeit noch viel größere Projekte, die sogar Sozialwohnungen miteinbeziehen sollen. Wir sind gespannt, wie sich der Trend in Deutschland entwickeln wird und ob manche von uns schon bald auf Wolke 7 schwimmen ;-).

Weitere nützliche Tipps und Informationen erhaltet ihr in unserem ean50 Ratgeber. Wenn euch der Artikel „Wasser als Bebauungsfläche – Sind Floating Homes vielleicht die Zukunft des Wohnens?“ gefallen hat, könnten euch auch folgende Artikel in unserem Energieblog interessieren: