Mini-Apartments – Warum sich die Investition für Immobilienanleger nicht lohnt

Mini-Apartments – Warum sich die Investition für Immobilienanleger nicht lohnt

Ob Ferienhaus, Studentenwohnung oder Seniorenapartment – immer mehr Immobilienanleger investieren in kleine Wohnungen, sogenannte Mini-Apartments. Immobilienmakler prahlen mit hoher Rendite und einer sicheren Rentenversorgung und wollen so Investoren für den Kauf überzeugen. Dabei sind allerdings auch Nachteile zu beachten, welche Makler bei der Beratung gerne außer Acht lassen. Der ean50 Ratgeber zeigt Ihnen auf, welche dies sind.

Moderne, schicke Einzimmerwohnungen stehen bei Investoren ganz vorne auf der Liste, denn die Nachfrage nach Mini-Apartments wird bei Studenten, Berufseinsteigern oder Senioren immer häufiger. Am besten vermieten sich diese voll möbliert, modern eingerichtet und sie haben im Idealfall eine Einbauküche und einen Internetzugang. Daher werben auch immer mehr Immobilienmakler damit, wie lukrativ die Investition in solch kleine Wohnungen sei und versprechen nicht nur sichere Vermietungschancen, sondern auch eine Rendite von bis zu fünf Prozent. Doch ist die Investition in Mini-Apartments wirkliche eine gute Entscheidung? Stiftung Warentest hat den „Finanztest“ gemacht und beschreibt, warum sich die Investition in Mini-Apartments nicht wirklich lohnt.

 

Nur ein stolzer Mietpreis verspricht auch eine hohe Rendite

Dass Mietpreise in Großstädten immens hoch sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch die Kaufpreise von Immobilien sind auch nicht gerade niedrig: In Städten wie Berlin, Hamburg oder München zahlt man für Ein-Mann-Apartments nicht selten Preise zwischen 4.500 Euro und 6.000 Euro pro Quadratmeter, veröffentlichte die Zeitschrift „Finanztest“. Da mag man sich nun fragen, wie Immobilienmakler mit einer Rendite von mindestens 5 Prozent werben können? Ganz einfach: die Kaltmieten müssen bei dieser Rechnung sehr hoch veranschlagt werden. Die Rede ist von 16 bis 20 Euro pro Quadratmeter. Ist der Besitzer der Immobilie nicht bereit, diese zu verlangen, kann er sich auch von der versprochenen hohen Rendite verabschieden. 

 

Hohe Nebenkosten anstatt hoher Rendite

Ein Rechenbeispiel zur Mietrendite im „Finanztest“ der Stiftung Warentest hat gezeigt, dass die anfängliche Rendite bei gerade einmal 3 Prozent liegt, statt der angepriesenen sieben Prozent. Makler verschönern also ihre Rechenbeispiele, indem sie beispielsweise die Nebenkosten wie Steuern und Gebühren, aber auch andere Kosten wie Hausverwaltung und Reparaturen, nicht in ihren Rechenbeispielen aufzeigen. Doch das ist längst nicht alles: es fallen Verwaltungskosten zwischen 200 und 800 Euro an – und das jährlich. Zudem werden Erwerbsnebenkosten bei den Rechenbeispielen komplett ausgeblendet. Diese liegen mitsamt Grundbucheintrag, Notargebühren und Grunderwerbssteuer zwischen fünf und sieben Prozent des Kaufpreises. Fallen in Zukunft dann auch Sanierungsarbeiten an, so müssen diese Kosten ebenfalls vom Besitzer übernommen werden.

Was bleibt also am Ende von den versprochenen fünf Prozent Rendite übrig? Nicht viel: gerade mal 2,8 bis 3,3 Prozent Netto-Mietrendite, rechnet "Finanztest" vor. Wir von ean50 Ratgeber sagen ganz klar: Die Investition in eine Mini-Anlage sollte nur dann getätigt werden, wenn man mindestens die Hälfte der Investition aus eigener Tasche beisteuern kann. Und vielleicht sollte man sich zweimal überlegen, ob der Kauf einer gewöhnlichen Wohnlage, in die man irgendwann eventuell selbst einziehen würde, nicht attraktiver wäre. 

 

Weitere nützliche Tipps und Informationen erhaltet ihr in unserem ean50 Ratgeber. Wenn euch der Artikel „Mini-Apartments – Warum sich die Investition für Immobilienanleger nicht lohnt“ gefallen hat, könnten euch auch folgende Artikel in unserem Energieblog interessieren: