Top Tipps für aktive Klimapolitik: Was können wir für den Klimaschutz in Deutschland tun?

Eine der größten Herausforderungen im 21. Jahrhundert ist der globale Klimaschutz. Aufgrund eines zu hohen Ausstoßes an Treibhausgasen steigt die globale Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche kontinuierlich an. Wie wichtig es ist, die Umwelt zu schützen, und etwas gegen die Erderwärmung zu tun, ist mittlerweile allen klar. Vor allem in der Politik beschäftigt man sich auf vielen Ebenen mit Lösungen für den Klimawandel. Oft scheitert es jedoch an der Umsetzung und es ist schwer, Forderungen direkt durchzusetzen und Abkommen einzuhalten. Wir finden, es ist an der Zeit, selbst zu handeln.

#1 Top Tipps aktiver Klimaschutz: Global Climate Action Summit zeigt Erfolge

Ein gutes Beispiel für aktive Klimapolitik war der Global Climate Action Summit im September 2018. Auf dem Klimagipfel in San Francisco haben verschiedene Politiker, Experten und Klimaschutzaktivisten über Lösungen und Ansätze für den Klimaschutz diskutiert. Ein Klimagipfel in dieser Art fand zum ersten Mal statt und ist wichtig, um auch bisherige Erfolge im Klimaschutz zu würdigen. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte Jerry Brown, der Gouverneur von Kalifornien. Er verfolgt das Ziel, die in Paris eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten oder sogar zu erhöhen. Denn die Zeit, zu handeln, ist jetzt! Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth meint, dass das aus San Francisco kommende Signal von großer Bedeutung ist, da viele andere Staaten auf Amerika schauen. Doch auch in Deutschland sollte die Bundesregierung die Klimaschutzaussagen erhöhen. Laut Michael Schäfer, Leiter des WWF Klimaschutzes, sind die Klimaziele noch zu weit vom Pariser Klimaabkommen entfernt. Prognosen geben an, dass die globale Erwärmung bei 3 Grad liegt, wenn nicht schnell gehandelt wird. Der Klimagipfel wird von allen Beteiligten als Erfolg gewertet, aber es müssen zusätzliche Anstrengungen geleistet werden, um die Erderwärmung zu stoppen. Eine ähnliche Veranstaltung ist nächstes Jahr in Heidelberg geplant. Im Mai 2019 richtet das Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Bundesland Baden-Württemberg die „International Conference on Climate Action“ aus. Die Konferenz soll ebenfalls als Erfahrungsaustausch von Klimaschutzerfolgen dienen. Es ist wichtig, dass gute Klimaschutz-Aktivitäten verbreitet und nachgeahmt werden!

#2 Top Tipps aktiver Klimaschutz: Appell an die Klimapolitik

Die selbst gesetzten Klimaziele bis 2020 kann Deutschland leider kaum noch erreichen. Darin war geplant, die Treibhausemissionen um 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu senken. Nach neuen Berechnungen wurde bisher erst eine Reduktion von 32 Prozent erreicht. Gründe dafür liegen vor allem im Verkehrs- und Stromsektor. Auch wenn Deutschland die Klimaziele 2020 verfehlt hat, gibt es erwähnenswerte Beispiele für eine aktive Klimapolitik. In einem Appell auf der Titelseite der französischen Zeitung Libération, fordern 700 Wissenschaftler schnellere Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel. Aufgrund der neuesten Zahlen der Treibhausgasemissionen, ist es höchste Zeit, Lösungen auch umzusetzen. José Ángel Gurría, Generalsekretär der Industrieländer-Organisation OECD fordert einen höheren Preis für CO2 Ausstöße von Fabriken und Kraftwerken. Die Umwelt darf nicht als kostenloser Abfalleimer für schädliche Abgase genutzt werden. Seit 2005 müssen Fabriken und Kraftwerke für ihre Abgase CO2 Zertifikate kaufen. Mittlerweile liegt der Preis bei 20 Euro pro Tonne. Der Preis der Abfallgebühren stieg weiter an. Die Expertenkommission der G20 besteht darauf, dass bis 2020 ein Preis von 40 bis 80 Euro pro Tonne gelten soll. Den Unternehmen muss klar werden, wie hoch ihr CO2 Ausstoß wirklich ist.

#3 Top Tipps aktiver Klimaschutz: Umweltschutz beginnt im Alltag!

Doch nicht nur die Politik muss etwas tun, auch wir können unsere Umwelt im Alltag schützen. Eines der größten Probleme ist der globale Treibhausgasausstoß. In einer Statistik des Umweltbundesamts kam heraus, dass der durchschnittliche Deutsche auch im Privathaushalt besonders viele Treibhausgase verursacht. Die meisten davon entstehen in der Wohnung, zum Beispiel durch Heizen. Mit wenigen Umstellungen könnt ihr hier sehr viel Energie im alltäglichen Leben sparen. Heizt nur in den Räumen, die ihr wirklich benutzt und auch nur dann, wenn ihr zuhause seid. Außerdem wird 25 Prozent der Gesamtenergie durch stromfressende Haushaltsgeräte erzeugt. Schaltet deshalb Mehrfachsteckdosen immer ganz aus, damit Geräte wie Computer oder Drucker keinen unnötigen Strom schlucken. Achtet beim Kauf von neuen Geräten darauf, dass sie aus der Klasse A++ sind, da diese besonders energieeffizient sind. Lasst den Kühlschrank nicht unnötig lang offenstehen und hängt die Wäsche auf den Wäscheständer, statt sie in den Trockner zu tun. Zudem kann auch mit der Wahl des richtigen Transportmittels der Treibhausgasausstoß reduziert werden. Das Flugzeug ist hier besonders schädlich für die Umwelt. Pro Person und Kilometer verursacht es laut Umweltbundesamt einen fünfmal so hohen Ausstoß wie zum Beispiel die Bahn. Das bedeutet für euch, nehmt für kürzere Strecken innerhalb Deutschlands und Umgebung lieber die Bahn. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Umwelt konnten private Haushalte zwischen 1990 und 2015 bereits 34,5 Prozent an Emissionen einsparen. Wer mit gutem Beispiel vorangeht, schafft auch Bewusstsein bei anderen Menschen. Jeder Einzelne kann einen ersten Schritt zum Klimawandel beitragen. Gerade beim Hausbau passieren viele Fehler, die nicht nur den Klimaschutz negativ beeinflussen. Durch unseren Blower Door Test oder unsere KfW Baubegleitung könnte ihr nicht nur den Energieverlust eures Hauses eindämmen und somit Energiekosten einsparen, sondern auch etwas gegen den Klimawandel beitragen.

Weitere nützliche Tipps und Informationen erhaltet ihr in unserem ean50 Ratgeber. Wenn euch der Artikel „Top Tipps für aktive Klimapolitik: Was können wir für den Klimaschutz in Deutschland tun?“ gefallen hat, könnten euch auch folgende Artikel in unserem Energieblog interessieren: