Methode
Die Thermografie ist ein bildgebendes Verfahren zur berührungslosen Temperaturmessung und zerstörungsfreien Prüfung. In vielen Bereichen von Forschung, Entwicklung, Produktion etabliert, ist sie mittlerweile bei der Gebäudanalyse unverzichtbar geworden.
Wärme wird auf drei Arten übertragen: Wärmeleitung, Konvektion - und Wärmestrahlung. Thermografie macht Wärmestrahlung von Gebäuden (oder anderen Objekten) sichtbar.
Auch die Wärme, die durch Wärmeleitung und Konvektion letztlich zur Außenhülle eines Gegenstandes (z.B. Gebäudes) gelangt, wird letzten Endes in den Raum abgestrahlt und kann dann mit der Thermografiekamera sichtbar gemacht werden.
Nicht zu verwechseln ist die Thermografie mit der Infrarothermografie bei der in der Fotografie das "fast gerade noch" sichtbare sogenannte "nahe Infrarot" um 1 µm genutzt wird. Die Wellenlänge des "fernen Infrarot" der Thermografie hat eine Größenordnung von 10 µm, ist also vergleichsweise 10mal so langwellig.
Für Thermografieaufnahmen von Häusern ist der Winter oder zumindest die kältere Jahreszeit - "Saison", d.h. es sollten Temperaturdifferenzen zwischen innen und außen von mindestens 20 Grad Kelvin (Temperaturdifferenzen werden in Kelvin, nicht in Celsius angegeben) herrschen. Außerdem sollte das Gebäude zum Zeitpunkt der Aufnahme (ein paar Stunden vorher) nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Sonst erhält man zwar schöne bunte Aufnahmen von künstlerischem Wert aber keine, auf der die tatsächlichen Wärmebrücken, sichtbar sind.





