Grauwasseranlagen – Eine zweite Chance für unser Trinkwasser?

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Umweltliebhaber spitzt die Ohren! Grauwasseranlagen sind immer mehr im Kommen und können helfen, Trinkwasser nicht unnötig zu verschwenden. Wenn wir zum Beispiel duschen, dann ist das Wasser nicht so sehr verdreckt, dass es direkt in den Abfluss und die Kanalisation gehört. Eine Grauwasser-Ablage sammelt dieses leicht verschmutzte Wasser und bereitet es so auf, dass es nochmals für den Haushalt genutzt werden kann. Und damit lässt sich unter Umständen nicht nur Wasser sparen, sondern das Ganze ist auch noch gesund für den Geldbeutel. Wir als Energieexperten von ean50 verraten euch, wann sich eine Grauwasser-Anlage für euch lohnt!

Wir verbrauchen täglich kostbares Trinkwasser, beispielsweise für die Körperhygiene. Dabei verliert das Wasser zwar seine Trinkwasserqualität, ist aber nicht unbrauchbar – man spricht von Grauwasser. Eine Grauwasseranlage bereitet das Wasser so auf, dass es im Haushalt wieder nutzbar ist. Besonders umweltbewusste Haushalte sind schon überzeugt von der neuen Technologie. Aber empfiehlt sich eine Grauwasseranlage wirklich immer? Wir erklären in unserem Artikel, was es mit der Grauwasseranlage auf sich hat und was ihr bedenken solltet. 

Trinkwasser recyceln: So funktioniert eine Grauwasseranlage

Ein Deutscher verbraucht im Schnitt 120 Liter Trinkwasser pro Tag. Das meiste davon summiert sich bei der Körperhygiene – aber ein bisschen Seife macht das Wasser noch lange nicht unbrauchbar! Das sogenannte Grauwasser, also leicht verschmutztes Wasser, wird von der Grauwasser-Anlage gesammelt und neu aufbereitet. Dabei reinigt die Anlage das Wasser biologisch und desinfiziert es mit UV-Licht. Nach der Reinigung erreicht das Wasser nichtsdestotrotz keine Trinkqualität mehr, es kann aber gut im Haushalt weiterverwendet werden – etwa bei der Klospülung, der Gartenpflege und sogar beim Wäschewaschen. Dafür benötigt die Anlage ein separates Leitungsnetz zur Erfassung und Verteilung des Grauwassers, denn natürlich darf auch das gereinigte Grauwasser nicht mit dem Trinkwasser in Berührung kommen. In Mietwohnungen müssen Wasserhähne für Grauwasser vom Vermieter sogar gekennzeichnet werden, um Verwechslungen zu vermeiden. Ein separates Leitungsnetz lässt sich allerdings nicht von heute auf morgen zaubern. Deshalb empfehlen wir euch auch, nur dann über eine Grauwasser-Anlage nachzudenken, wenn ihr einen Neubau plant oder wenn eine umfassende Sanierung ins Haus steht. Eine nachträgliche Installation ist nicht nur sehr aufwendig, sondern sprengt auch die Kosten-Nutzen-Bilanz.

Wasserverbrauch und Energiekosten senken: Lohnt sich eine Grauwasser-Anlage für mich?

Wenn ihr euch bei eurem Neubau oder einer Sanierung vorstellen könntet, mit einer Grauwasser-Anlage aufzurüsten, stellt sich natürlich die Frage, ob sich das Ganze überhaupt lohnt. Das muss jeder individuell für sich beantworten, von Haushalt zu Haushalt können andere Schwierigkeiten bei der Installation auftreten – und natürlich produziert auch jeder Haushalt eine unterschiedliche Grauwassermenge. Grade für die unter euch, die morgens gerne ewig unter der Dusche verweilen, könnte sich die Anlage aber lohnen. Am besten zieht ihr einen Sanitärfachbetrieb zur Beratung hinzu. Eine Anlage kostet für ein Einfamilienhaus um die 5.000 Euro, bei einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt können dann ungefähr Kosten für 66 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr gespart werden – je nach Region macht das um die 250 Euro. Damit würde sich eine Anlage erst nach 20 Jahren lohnen und wäre eher für Umweltliebhaber als für Sparfüchse empfehlenswert.

Mittlerweile lässt sich die Grauwasser-Anlage aber auch mit einer Wärme-Rückgewinnung kombinieren. Diese speichert die Wärme des verbrauchten Wassers und benutzt diese zum Vorheizen des frischen Trinkwassers. Und das kann sich tatsächlich lohnen – bis zu 20 Prozent der Energiekosten können je nach Haushalt eingespart werden.

Grauwasseranlagen könnten in Zukunft noch kostengünstiger werden

Wassersparen ist in Deutschland ein umstrittenes Thema. Es ist zwar immer gut, den Verbrauch zu senken – allerdings müssen unsere Leitungen regelmäßig mit frischem und vollkommen ungenutztem Trinkwasser gespült werden, damit die Leitungen hygienisch unbedenklich bleiben. Aber grade in Kombination mit einer Wärmerückführung geht es nicht nur um die Wasserersparnis, sondern auch um einen gesenkten Energieverbrauch. Grauwasseranlagen sind aktuell noch teuer, könnten aber die Zukunftsmusik sein und sind mindestens für alle Naturliebhaber, Umweltschützer und Energiesparer unter euch empfehlenswert. Die Sparfüchse müssen noch ein wenig warten. 😉

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