Energiesparhaus nach EnEV-Standard, KfW-Effizienzhaus oder Passivhaus – was ist das Richtige für mich?

EnEV Standardhaus, KfW-Effizienzhaus, Passivhaus – was ist das Richtige für mich?

Eine energiesparende Bauweise bei Neubauten bringt viele verschiedene Vorteile und liegt im Interesse jedes Bauherren. Seit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein gewisses Maß an Energieeffizienz sogar gesetzlich vorgeschriebene Pflicht. Als Energieberater der ersten Stunde sind wir von ean50 genau der richtige Ansprechpartner für die verschiedenen Möglichkeiten des energiesparenden Bauens, bestehende Fördermöglichkeiten und Einsparpotenziale beim Energieverbrauch. Ob es Ihnen persönlich nun um den Umweltschutz geht oder die Ersparnisse bei den Energiekosten ausschlaggebend für Ihre Entscheidungen sind – die Möglichkeiten für energiesparendes Bauen sind auf dem Markt schier endlos. Bauherren wissen oft nicht, ob ein Neubau nach EnEV Mindeststandard, ein KfW-Effizienzhaus, ein Passivhaus oder ein Plus-Energiehaus die beste Wahl in der individuellen und persönlichen Situation ist. Wir möchten deshalb in diesem Beitrag eine erste Orientierungshilfe geben, stehen aber selbstverständlich für weiterführende Fragen gerne per Mail oder telefonisch zur Verfügung.

 

Unterschiede EnEV Mindeststandard und KfW-Effizienzhaus.

Die EnEV schreibt einen festen Energiestandard für Neubauten vor. In der aktuell gültigen Fassung der EnEV 2013 sind die Anforderungen im Detail zu finden. Um die Einhaltung dieser Standards sicherzustellen, muss jeder Bauherr einen Energieberater hinzuziehen, welcher die Werte nach EnEV bestätigt und den Energieausweis für das Gebäude ausstellt. So viel zur Pflicht. Um diese Pflicht nun zur Kür zu machen gibt es verschiedene Modelle. Für viele Bauherren lohnen sich die Förderprogramme der KfW-Bank. In Zeiten des Klimawandels und immer weiter steigender Energiepreise möchten viele Bauherren energiesparender Bauen. Dabei ist der Mindeststandard nur selten die erste Wahl. Die KfW-Förderprogramme setzen sich stattdessen in den letzten Jahren immer mehr durch und erfreuen sich sehr großer Nachfrage.

 

Förderprogramme der KfW-Bank.

Im KfW-Förderprogramm 153 fördert die KfW-Bank energiesparendes Bauen in Form von drei verschiedenen Förderstandards: das KfW-Effizienzhaus 55, das KfW-Effizienzhaus 40 und das KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Der Zahlenwert gibt hierbei an, wie hoch der Jahresprimärenergiebedarf im Verhältnis zum vergleichbaren Neubau nach EnEV Mindeststandards ist. Ein Effizienzhaus 55 benötigt also nur rund 55 % der Primärenergie, ein Effizienzhaus 40 demnach nur 40 % eines vergleichbaren Gebäudes nach EnEV. Hier wird der eigene CO2-Fußabdruck merklich reduziert und mit ihm die monatlichen Energiekosten. Eine echte Win-win-Situation. Wer noch mehr möchte, kann das “Plus-Paket” im Effizienzhaus 40 verbauen lassen. Dieses Paket umfasst zusätzlich eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, einen Batteriespeicher und die entsprechende Anlage zur Stromerzeugung – wie zum Beispiel Photovoltaik, eine Windkraftanlage oder KWK-Anlage.

 

Vorteile KfW-Effizienhaus und KfW-Energieberatung.

Für all diese Energiesparmaßnahmen gibt es von der KfW-Bank besondere Kreditangebote mit attraktiven Fördersummen. Mit dem Förderprogramm 431 können zusätzlich zum ausgewählten Effizienzhaus noch die Kosten für die energetische Baubegleitung zu 50 % rückerstattet werden. Das bedeutet: Sie bekommen ein energieeffizientes Gebäude, tragen aktiv zum Umweltschutz bei, sparen monatliche Betriebskosten und bekommen einen großen Teil der Investitionen von der KfW-Bank rückerstattet – einschließlich der Hälfte der Kosten für den KfW-Energieberater. Ein KfW-Effizienzhaus ist für viele Familien deshalb genau die richtige Wahl. Die Mehrkosten halten sich dank der hohen Fördersummen in überschaubaren Grenzen und amortisieren sich dank geringerer Energiekosten und niedriger Zinsen relativ schnell. Ziehen Sie uns möglichst früh und noch während der Planungsphase als KfW-Energieberater hinzu. Neben den rechnerischen Nachweisen, die für KfW-Effizienzhäuser geführt werden müssen, können wir schon im Vorfeld bei der Auswahl der Baumaterialien und der energetischen Planung des Bauvorhabens behilflich sein. Außerdem übernehmen wir gerne die komplette Beantragung von Fördermitteln und Zuschüssen bei der KfW-Bank.

 

Was ist ein Passivhaus?

Ein viel höheres Level der Energieeffizienz erreicht das Passivhaus. Die Bauweise des Passivhauses wurde von Prof. Dr. Wolfgang Feist in Darmstadt erdacht, der 1996 dort auch das Passivhaus Institut gründete. Aber was ist ein Passivhaus? Ein Passivhaus verzichtet im besten Fall komplett auf die Verwendung eines konventionellen Heizungssystems. Beim Neubau eines Passivhauses wird besonderer Wert auf sehr gute Wärmedämmung gelegt, Wärmebrückenfreiheit und eine hohe Luftdichtheit. Die besonders energiesparende Gebäudehülle des Passivhauses schafft ein vollständig kontrollierbares Innenklima, welches ausschließlich durch interne und solare Wärmegewinne “passiv” beheizt wird. Interne Wärmegewinne bedeuten in diesem Fall etwa die Körperwärme der Bewohner oder deren Aktivitäten – Kochen zum Beispiel. Solare Gewinne entstehen im Passivhaus durch große Fensterflächen in einer optimalen Gebäudeausrichtung gen Süden.

 

Voraussetzungen Passivhaus und Passivhaus Energieberatung.

Die Voraussetzung für ein Passivhaus, laut Passivhaus Institut, ist ein maximaler Heizenergiebedarf von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Der Heizenergiebedarf beträgt somit nur rund 20-25 % eines KfW-Effizienzhauses. Passivhäuser zeichnen sich außerdem durch eine sehr hohe Luftdichtheit aus. Gemäß der Kriterien des Passivhaus Instituts darf sich die beheizte Raumluft maximal 0,6-mal in einer Stunde austauschen. Dieser Wert wird über den Blower Door Test von uns ermittelt und ist eine wirklich hohe Anforderung an die Luftdichtheit der Gebäudehülle. Zum Vergleich: Bei einem KfW-Effizienzhaus mit Lüftungsanlage darf sich die Luft maximal 1,5-mal in der Stunde austauschen. Um diese Luftdichtheit der Gebäudehülle zu erreichen, stehen Ihnen unsere erfahrenen Prüfer gerne zur Seite. Der Blower Door Test für ein Passivhaus sollte möglichst früh beauftragt werden. Es besteht die Möglichkeit einer baubegleitenden Messung, um mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Beim Neubau eines Passivhauses ist diese Vorgehensweise dringend anzuraten und der Energieberater möglichst frühzeitig hinzuzuziehen. Unsere Erfahrung von mehr als 40.000 Blower Door Messungen in 20 Jahren spricht für sich. Beauftragen Sie uns für die energetische Baubegleitung ihres Passivhauses. Wir wissen, was wir tun.

 

Passivhaus oder KfW-Effizienzhaus?

Zusammenfassend bringt das Passivhaus enorme Vorteile. Wenn komplett auf das Verbauen einer konventionellen Heizung verzichtet werden kann, braucht man weder einen Schornstein zu verbauen, noch einen Schornsteinfeger zu beauftragen. Das Passivhaus bietet beispielsweise durch den Wegfall der Heizung und des Schornsteins mehr frei verfügbaren Platz. Die Anschaffungskosten sind höher als bei einem Standardhaus nach EnEV oder einem KfW-Effizienzhaus. Allerdings amortisieren sich die Mehrkosten durch den geringeren Energieverbrauch in einem berechenbaren Zeitraum und die Belastung für die Umwelt ist im Passivhaus signifikant kleiner. Und das ganz besondere Highlight zum Schluss: Ein Passivhaus ist in vielen Fällen auch gleichzeitig als KfW-Effizienzhaus förderfähig.

 

Die Energieberatung für Ihr Energieeffizienzhaus.

Egal für welche Bauweise und welches Effizienzniveau Sie sich entscheiden: Die Einbindung eines Energie-Effizienz-Experten schon in der Planungsphase vor Baubeginn ist immer der sicherste und erfolgreichste Weg. Gerade bei sehr energieeffizienten Gebäuden ist es unerlässlich, den Energieberater bereits in die Planungsphase mit einzubeziehen, um im späteren Verlauf der Bauphase keine bösen Überraschungen zu erleben. Wir helfen Ihnen, bereits von der ersten Stunde an, Ihr energetisches Ziel nie aus dem Auge zu verlieren, ein nachhaltiges, energieeffizientes Gebäude ganz nach Ihren persönlichen Wünschen zu bauen und am Ende alle Nachweise, Fördermittel und Messungen zur richtigen Zeit und mit den passgenauen Werten zu erreichen. Mit über 6000 erstellten energetischen Nachweisen für Wohngebäude in ganz Deutschland sind wir von ean50 Ihr Ansprechpartner Nummer eins für energieeffizientes Bauen. Wir möchten nicht nur dafür sorgen, dass Sie genau das Haus bekommen, welches Sie sich schon immer gewünscht haben, sondern dabei auch noch möglichst Zeit, Geld und Nerven sparen. Wir loten alle Möglichkeiten für Förderungen und Zuschüsse aus und begleiten Sie während der Bauphase kompetent und mit guter Laune. Denn wir lieben es, Energie zu sparen. Vor allem die unserer Kunden.

 

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Information

Senkung der MwSt. ab 01.07.2020

Mit dem von der Bundesregierung verabschiedeten Konjunkturpaket erwartet das ganze Land im zweiten Halbjahr 2020 eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 % auf 16 %. Diesen Vorteil werden wir selbstverständlich zu 100 % direkt an Sie weitergeben.

Während unsere Nettopreise unverändert bleiben, werden neue Angebote ab sofort beide Mehrwertsteuersätze ausweisen. Die Rechnungsstellung – auch für Teilleistungen älterer Angebote/Verträge – erfolgt mit dem jeweils zum Zeitpunkt der Leistungserbringung gültigen gesetzlichen Steuersatz. Im Zeitraum vom 01.07. bis zum 31.12.2020 gilt ein Mehrwertsteuersatz von 16 %. Die ab dem 01.01.2021 erbrachten Leistungen werden dann voraussichtlich wieder mit einem Mehrwertsteuersatz von 19 % abgerechnet.

Weitere Fragen zum Thema Mehrwertsteuersenkung beantworten wir Ihnen gerne.

Ihr ean50 Team